Streu-Obstwiesen haben eine lange historische Vergangenheit

... sie dienten der Eigen- oder Marktversorgung. Noch heute gibt es Brauchtumsformen, die mit dem Obst verbunden sind. In den letzten Jahrzehnten wuchsen die Erkenntnisse der landschaftsökologischen Bedeutung derartiger Anlagen. „Da der Streuobstbau neben der Obstproduktion zahlreiche Funktionen erfüllt, liegt seine zumindest teilweise Erhaltung im öffentlichen Interesse.“
(Zitat: LWK-Rheinland /Westfalen).

Heutzutage kennen wir ca. 7 Hauptapfelsorten. Es gab nach Mitteilung des Bundes-Obstgarten-Sortenamtes bis zu 2000 Apfelsorten. 1971 erfolgte eine großflächige Marktstandardisierung und die alten Sorten verschwanden vom Markt und aus den Geschmackssinnen der Verbraucher. Es galt ein rein wirtschaftliches Ertragsprinzip. Heute spricht man von einer Gen-Erosion, denn das Artensterben führte zum Vergessen alter Obstsorten, wie klangvolle Namen Schafsnase, Hasenkopf, Freudenberger Nützerling...usw. bekunden.

Am Hof Dalhaus wurden 53 alte Obstbäume als Kulturgarten gepflanzt.

Diese neue Anlage soll das Bewusstsein und zur Bewahrung alter Obstsorten beitragen und gleichwohl auch der kulturellen Begegnung dienen.

Die Anlage hat den Grundriss des Ruhrgebietes und für jede Stadt im Ruhrgebiet (53 Städte) steht nun lagegetreu ein alter Obstbaum als Repräsentant. Der RVR hat einen eigenen Baum (....) am Eingang der Anlage zugeordnet bekommen.

Inmitten der Anlage ist der Gahlensche Kohleweg symbolisch nachgebildet worden.

Wie an anderen Orten, so soll auch an diesem Ort das Thema der „Kulturgärten“ ins Bewusstsein gerufen werden – Kunst und Landschaft begegnen sich.