Spargelanbau

Spargel kann selbstverständlich auch im eigenen Garten angebaut werden. Zwar ist der Arbeitsaufwand erheblich, aber die Pflanze belohnt dann auch mit hoffentlich reicher Ernte und nach der Ernte mit einem dekorativen Aussehen.

Im ersten Jahr muss der Boden tiefgründig vorbereitet werden. Am besten eignen sich sandige und leichte Böden. Sie müssen 70 Zentimeter tief umgegraben und mit Kompost oder anderem organischem Dünger durchsetzt werden. In den so vorbereiteten Boden gräbt man einen Pflanzgraben von etwa 25 Zentimeter Tiefe und ca. 30 Zentimeter Breite. Die entnommene Erde häufelt man an der Seite an. Im Pflanzgraben sticht man mit einem Spaten das Pflanzloch aus, je Pflanze im Abstand von etwa 35 Zentimeter. Dann kann die Spargelwurzel - man bekommt vorgezogene Containerware in kleiner Stückzahl im gut sortierten Gartenfachhandel - in die Löcher gesetzt werden. Anschließend deckt man die Pflanze mit 10 Zentimeter Erde ab. Im Sommer Unkraut entfernen, düngen und wässern. Im Herbst wird das welke Laub abgeschnitten.

Der angehäufelte Boden sollte jetzt schon wieder in den Graben gelaufen sein. Ansonsten füllt man den Graben im zweiten Jahr langsam auf. Im dritten Jahr - bei manchen Containerpflanzen kann man das auch schon im zweiten Jahr machen - wird nun im Februar/März ein etwa 40 Zentimeter hoher Erdwall über der Pflanzreihe errichtet, der unten etwa 80 Zentimeter oben etwa 50 Zentimeter breit ist. Ende April, Anfang Mai kann dann mit der Ernte begonnen werden. Falls man lieber Grünspargel will, kann man sich die Arbeit mit dem Erdwall ersparen.

 

Erdbeeranbau

Standortansprüche der Erdbeere

Die Erdbeere stellt an die Bodenart keine allzu hohen Ansprüche. Man findet gute, leistungsfähige Anlagen auf fast allen Bodenarten vom humosen Sand über lehmigen Sand bis hin zu Löß- und Marschböden. Schwere Böden mit einer grossen Wasserspeicherung bringen im Schnitt der Jahre höhere Erträge. Leichte Böden erwärmen sich schneller und der Erntebeginn setzt so früher ein. Das ist oftmals ein Vorteil, weil gerade am Anfang der Saison die Preise höher sind. Neben dem Aspekt der Bodenart sind oft andere Gründe für die Wahl eines bestimmten Standortes ausschlaggebend. So sind z.B. die Verkehrslage für einen Selbstpflückbetrieb, die Verfügbarkeit von Wasser zur Beregnung oder die jeweiligen Besitzverhältnisse ausschlaggebende Punkte für die Wahl eines

Standortes. Neben der Bodenart üben auch die Struktur und der Zustand des Bodens entscheidenden Einfluss auf den Kulturerfolg aus. Neben Wasserführung und Wasserhaltekraft steht die Fähigkeit der Nährstoffspeicherung dabei an erster Stelle.

Flächenauswahl

Neben dem gesunden Pflanzgut ist die sachgerechte Flächenauswahl Grundvoraussetzung um erfolgreich zu produzieren. Auch aus

betriebswirtschaftlicher Sicht ist es nötig „Ausfallflächen“ sowohl im Ertrag als auch in der Qualität der Erdbeerfrüchte so gering wie möglich zu halten. Dies gilt um so mehr für die teuren Anbauverfahren wie Terminkultur und Dammkulturen. Wichtige Kriterien für die Flächenauswahl ergeben sich durch das Inkrafttreten des neuen Pflanzenschutzgesetzes zum 1.7.98 bzw. 1.7.2001.

Nach dem 1.7.2001 gilt, dass alle Pflanzenschutzmittel nur in den in der Gebrauchsanweisung genannten Anwendungsgebieten und nur zu den hier beschriebenen Anwendungsbedingungen angewendet werden dürfen. Dies bedeutet z.B. konkret, dass ab dem 1.7.2001 Bodenschädlinge, wie Drahtwürmer, Erdraupen u.a., chemisch nicht mehr bekämpft werden können,

es sei denn, es würde eine Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in Erdbeeren für diesen Verwendungszweck geben. Durch das Pflanzenschutzgesetz sind auch für zahlreich Mittel Abstandsauflagen für Oberflächenwasser bzw. periodisch

wasserführende Gräben festgelegt. Zusätzlich sind die Auflagen der Biologischen Bundesanstalt (BBA) zum Schutze der Wasserorganismen zu beachten. Bei Missachtung droht häufig ein Bußgeld. Man muss sich als Anbauer, besonders

wenn es um Neuflächen geht, also fragen, ob die Flächen z.B. von wasserführenden Gräben umgeben sind. Oder liegt die Fläche gar in einem Wasserschutzgebiet? Dann gibt es bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln verschiedene rechtliche Auflagen, welche durch die Pflanzenschutzverordnung

vom 10.11.1992 in der zur Zeit gültigen Fassung vorgegeben sind. Daneben bestehen in einzelnen Bundesländern weitere Einschränkungen bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Auskünfte über Wasserschutzgebiete erteilen in der Regel die Gemeindebehörden. Es sollte also wenn möglich auf Flächen in Wasserschutzgebieten verzichtet werden.